Welche Ausrüstung für Einsteiger?


Ich werde oft nach der idealen Ausrüstung gefragt… „Welche Kamera soll ich kaufen?“ „Welches Objektiv dazu?“ Naja… DIE perfekte Ausrüstung für alle gibt es glaube ich gar nicht, die muss jeder für sich selbst finden. Klingt erstmal doof, aber ich euch jetzt erzähle, was ich schon alles an Objektiven besaß und wieder verkauft habe, dann wird das ein laaanger Artikel… Und die, die mir am meisten zugesagt haben, haben es geschafft zu bleiben. 😉

 

Ich habe 2009 mit der Nikon D5000 + 18-55mm angefangen. Das Standartprogramm… Dann kam später die D7000 und die wurde dann durch die D800 (Vollformat) abgelöst. Da lagen aber einige Jahre dazwischen… Wobei ich die D7000 vermisst habe und mir danach noch eine gekauft habe. Bescheuert oder? 😀 Und jetzt kommt´s: ich habe alle Kameras bis auf meine aller erste D5000 gebraucht gekauft. Sie waren alle im top Zustand und darum rate ich auch jedem Einsteiger, sich ruhig nach gebrauchten Modellen umzusehen, da könnt ihr viel Geld sparen.

 

Eigentlich noch wichtiger als die Kamera ist euer Objektiv. Die Kamera kann nicht besser sein, als das Objektiv an ihr. Es muss keine super teure Kamera für den Anfang sein, da achtet lieber auf ein besseres Objektiv (das ihr bestenfalls an der nächsten Kamera auch benutzen könnt!).

 

Wer mit Brennweiten noch nicht so wirklich etwas anfangen kann, für den habe ich einen schönen Simulatur auf der Nikonseite (KLICKT HIER). Unter dem Bild könnt ihr am Schieber die Millimeterzahl verändern. Find ich ganz cool. 🙂 So bekommt man zumindest einmal vorgehalten wozu die Brennweite gut ist.

 

Und wo ich gerade dabei bin, das habe ich eben auch zufällig gefunden: einen Simulator für die Aufnahmedaten (KLICKT HIER) Ihr könnt also die Blende, Verschlusszeit etc. verstellen und dann das Foto aufnehmen. So seht ihr was passiert wenn man die Aufnahmedaten verändert.

 

Womit ich fotografiere:

Ich liebe meine D800 und das 70-200mm 2,8 Nikkor. Das ist mein absolutes Dreamteam mit denen ich gar nichts falsch machen kann (jedenfalls outdoor). Manchmal fahre ich nur mit dieser Kombo zum Shooting.

 

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Das 24-70mm 2,8 Nikkor ist mein „Immerdrauf“ bei Hochzeiten und gerade erst wiederentdeckt auch für normale Shootings im Weitwinkelbereich. Ich mag Portraits bei denen man den Hintergrund sieht immer mehr…

 

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Mein 105mm 2,8 Makro ist mein ♥-Baby. Das habe ich schon 6 Jahre oder so und gebe ich auch nie wieder her. Der Preis ist heute noch so stabil wie damals. Das habe ich übrigens auch gebraucht gekauft für fast 200 EUR weniger!

 

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Das 50mm 1,4 ist super für nahe Portraits indoor sowie outdoor.

 

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Lange nicht mehr benutzt: 85mm 1,4 Samyang. Dieses Objektiv ist der Knaller! Hat aber einen manuellen Fokus, also ungeeignet Portraits in Bewegung oder Tiere. Aber dieses Bokeh…… ♥

 

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Dann stehen noch ein paar andere Objektive im Schrank, die ich nicht so häufig benutze, aber auch nicht mehr hergebe. 😉

 

Warum Nikon? Ich stand damals im Geschäft und habe Canon und Nikon ausprobiert und mir das Menü von beiden angesehen. Mir war die Marke egal, ich wollte nur eine gute Kamera. Mir war Nikon irgendwie „sympathischer“ und die wurde es dann auch. Die Nikon D5000 mit einem 18-55mm Kit-Objektiv.

 

Ich empfehle immer, geht ins Geschäft, seht euch mehrere Kameras an und testet sie. Entscheidet dann, was euch gefällt. Ich quatsche euch keine Nikon auf, nur weil ich eine habe. Ich kann euch allerhöchstens bei Nikon mehr zu Objektiven sagen, bei Canon kenne ich zwar auch einige, aber da kenne ich mich nicht so aus… Vielleicht wollt ihr auch eine andere Marke! Dann testet sie! Aber informiert euch, welche Objektive es dafür so gibt. Nicht, dass ihr euch ärgern müsst weil ihr da eingeschränkt seid.

 

Grundsätzlich würde ich euch aber nicht zu dem Kit-Objektiv 18-55mm raten. Egal welche Marke. Das ist zwar oft dabei, damit man überhaupt erstmal fotografieren kann, bringt euch aber in der Kreativität nicht weiter. Wenn ihr könnt, bestellt nur den Body der Kamera, oder mit einem flexibleren Objektiv. Da gibt es unter anderem 18-105mm, 18-135mm, 18-200mm oder von Tamron das 18-270mm. Damit deckt ihr erstmal einen großen Bereich ab, egal ob Urlaub, Landschaft, Parties oder sogar Portraits. Und dann seht was euch am meisten interessiert und ob ihr in der Richtung noch etwas tiefer gehen wollt mit dem einen oder anderen Objektiv.

 

Bei Canon ist das 50mm 1,8 ein sehr schönes und günstiges Portrait-Objektiv. Super geeignet auch für Anfänger die noch nicht so viel Geld ausgeben wollen. Oder Leute die allgemein nicht so viel Geld da reinstecken wollen. Bei Nikon ist die Variante leider etwas teurer.

 

Wenn ihr die Kamera aber für Reisen und Urlaub und zur allgemeinen Fotografie wollt, empfehle ich euch eines der oben genannten Zooms.

 

Wer sich für Makrofotografie interessiert, kann sich für den Anfang sogenannte Nahlinsen kaufen. Die kosten wenig und sind zum Ausprobieren, ob einem das überhaupt zusagt. Ich hatte die allerdings nicht, ich wusste, dass ich Makros fotografieren will und mir gleich das 60mm 2,8 Nikkor gekauft (später durch das 105mm 2,8 ersetzt).

 

Und um Gottes Willen KEINE UV-Filter oder sonstiges Gedöns draufschrauben! Nein, auch nicht zum Schutz der Linse!!! Die Bildqualität leidet da dermaßen drunter, vor allem bei Nachtaufnahmen hat man seltsame Spiegelungen. Ich hatte es selbst am Anfang. Zum Schutz vor Kratzer. Und jetzt kann ich sagen: tut es euren Bildern nicht an. 🙂

 

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So und jetzt viel Spaß beim Studieren der Kameras und Objektive auf dem Markt! 😀

 

Eure Anja

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